„Sie breichern den Lebenswert“

Stadt Wetzlar überreicht Ehrenamtspreise

„Mit ihrem Einsatz machen Sie unsere Stadt freundlicher, wärmer und lebendiger“, lobte der Oberbürgermeister. Ausgezeichnet wurden diesmal drei Projekte sowie fünf Einzelpersonen.

Von Lothar Rühl

WETZLAR – Die Stadt Wetzlar ehrt jedes Jahr Menschen, die sich im Ehrenamt für andere einsetzen. Bereits zum 22. Mal hatte die Stadt Wetzlar jetzt zur Überreichung des Ehrenamtspreises eingeladen – dieses Mal in den Lottohof. In der Feierstunde wurden drei Projekte und fünf Einzelpersonen ausgezeichnet, außerdem hat die Sparkasse Wetzlar einen Sonderpreis verliehen.

„Mit ihrem Einsatz machen Sie unsere Stadt freundlicher, wärmer und lebendiger. Sie bereichern den Lebenswert unserer Stadt“, würdigte Oberbürgermeister Manfred Wagner (SPD) die Geehrten.

Der Tennisclub Wetzlar mit seiner Vorsitzenden Ute Schmidt erhalte den Ehrenamtspreis aus den Händen von Oberbürgermeister Manfred Wagner. Foto: Lothar Rühl

Der Tennisclub Wetzlar mit seiner Vorsitzenden Ute Schmidt erhalte den Ehrenamtspreis aus den Händen von Oberbürgermeister Manfred Wagner. (Foto: Lothar Rühl)

Den ersten Preis im Wert von 1500 Euro übergab Wagner an den Tennis-Club (TC) Wetzlar für sein Projekt „Tennis für alle“. Der Oberbürgermeister lobte den TC und dessen Vorsitzende Ute Schmidt: „Es ist ein bisher einmaliges Projekt in unserer Stadt, das der TC auf den Weg gebracht hat“. Der Sportverein ermöglicht, durch sein Projekt, Menschen mit den unterschiedlichsten Handicaps und Behinderungen Tennis zu spielen.

Öffentlichkeitsarbeit der Feuerwehren ausgezeichnet

Der zweite Preis ging an das Projekt „AG Buma“ der Freiwilligen Feuerwehr WetzlarHinter dieser Abkürzung versteckt sich die Arbeitsgruppe für Bevölkerungsinformation und Medienarbeit. Dies ist ein Zusammenschluss aus Feuerwehrleuten, die für die komplette Öffentlichkeitsarbeit und Außendarstellung der Feuerwehr zuständig sind. Sie betreuen sowohl den Internetauftritt als auch die verschiedenen Social-Media-Kanäle. Auch die klassische Pressearbeit bei Einsätzen und Veranstaltungen der verschiedenen Abteilungen der Wetzlarer Feuerwehr fallen in das Aufgabengebiet der Arbeitsgemeinschaft. Den Preis in Höhe von 1000 Euro übergab das Stadtoberhaupt an den Niedergirmeser Wehrführer Alexander Lotz.

In der Kategorie Projekte konnte Wagner schließlich die „Space Party Crew against Aids“ aus Dutenhofen mit 500 Euro auszeichnen, die seit über 20 Jahren Veranstaltungen organisiert für einen guten Zweck.

Dadurch kamen nach Angaben des Vorsitzenden Torsten Weicker über 205.000 Euro für soziale Projekte zusammen.

Die Leiter des Sparkassen-Beratungs-Centers Aßlar, Matthias Nowak, überreichte den Sonderpreis der Sparkasse in Höhe von 400 Euro an den Obst- und Gartenbauverein Hermannstein2020 stand der Verein altersbedingt vor dem Aus. Ein Aufruf brachte 18 neue Mitglieder, die dem Verein neues Leben einhauchten und zahlreiche neue Aktivitäten auf den Weg brachten. So hat der Verein einen Barfußpfad angelegt, im Lehrgarten die Apfelernte mit Kindern organisiert sowie dort einen Gottesdienst gefeiert, würdigte Nowak. Die innovative Neuausrichtung des Vereins würdige die Sparkasse mit ihrem Preis, den er an die Vorsitzende Katharina Jöckel und an Birgit Siebold überreichte.

Die „Space Party Crew“ spendete spontan ihr Preisgeld von 500 Euro für den Hermannsteiner Verein.

Abendessen mit Vertretern der Stadtspitze sowie 50 Euro

Fünf Einzelpersonen wurden für herausragendes ehrenamtliches Engagement mit einem Abendessen mit Vertretern der Stadtspitze sowie 50 Euro als Anerkennung geehrt. Ausgezeichnet wurden Daniela Schrewe, die mehrmals pro Woche bei ihren Stadtspaziergängen in Niedergirmes den herumliegenden Abfall, wie Altpapier, Plastikbesteck, leere Flaschen und weggeworfene Zigarettenstummel entsorgt.

Der ehemalige Ärztliche Direktor des Klinikums Wetzlar, Günther Brobmann, wurde für sein Engagement seit 17 Jahren für die Arbeit des Hospizes Haus Emmaus geehrt.

Helmut Müller aus Dutenhofen hat dem örtlichen Tennisclub aus der Patsche geholfen, als die Wasserversorgung des Vereinsheims defekt war. Ehrenamtlich hat Müller eine umweltbewusste Wasserversorgung durch Zisternenwasser gebaut.

Harald Rühl aus Steindorf gilt als die gute Seele des Stadtteils, sagte Wagner. Sein Einsatz führt zu Verbesserungen des Ortsbildes.

Julia Thomaß unterstützt seit Jahren die Geschwister Cora und Lisa Hausner. Der Kontakt entstand über die Initiative „Alt hilft Jung“ des Stadtjugendamtes. Thomaß ist mittlerweile zu einer sehr wichtigen Bezugs- und Vertrauensperson geworden.

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