Freitag, 13.11.2026 Charity TT EVENT
Erstellt von Toni | Zu finden unter News
Am Freitag, den 13. November 2026, steht das Bürgerhaus Wetzlar Münchholzhausen ganz im Zeichen des guten Zwecks.
Beim Charity TT Event widmen wir einen besonderen Abend dem Tischtennis – einer Sportart, die wie kaum eine andere für Konzentration, mentale Stärke und Durchhaltevermögen steht. Einlass ist ab 18:30 Uhr, Beginn um 19:00 Uhr.

Das Grußwort des Abends hält Ann Kathrin Linsenhoff, Olympiasiegerin, Sportbeauftragte des Landes Hessen und Vorstandsvorsitzende der Sport Stiftung Hessen. Durch das Programm führt Norbert König, ZDF-Legende und Vizepräsident des Deutschen Tischtennis-Bundes.
Die Schirmherrschaft für den Abend hat Dr. Wolfgang Dörner Vorstandsvorsitzender des DTTB übernommen.
Als Talkgäste und Impulsgeber haben hochkarätige Persönlichkeiten des Tischtennissports zugesagt: Jörg Rosskopf, Tischtennis-Weltmeister und amtierender Bundestrainer, die viermalige Europameisterin Elke Schall sowie Kathi Korn.
Elke Schall spricht in ihrem motivierenden Vortrag darüber, wie sie trotz vermeintlich geringer Voraussetzungen große sportliche Erfolge erreichen konnte. Sie zeigt auf, wie man mit Niederlagen konstruktiv umgeht, Rückschläge als Entwicklungsschritte nutzt und mentale Stärke gezielt aufbaut. Ihre Botschaft ist klar: Erfolg beginnt im Kopf – im Sport wie im Berufsalltag.
Kathi Korn teilt eine zutiefst bewegende Lebensgeschichte. Mit 21 Jahren wurde bei ihr nach monatelanger Odyssee durch Arztpraxen schließlich Typ-1-Diabetes diagnostiziert – in einem lebensbedrohlichen Stadium. Die Prognosen waren düster: kein Leistungssport, keine Kinder, tägliche Insulinspritzen. Doch sie entschied sich für Verantwortung statt Resignation. Heute spricht sie offen über ihre Erkrankung, wurde Deutsche Tischtennis-Meisterin und Mutter von drei gesunden Kindern. Ihr Vortrag steht für Disziplin, Mut und die Kraft, scheinbare Grenzen zu überwinden.
Nach Impulsvorträgen, Talkrunde und Spendenübergabe erwartet die Gäste ein unterhaltsames Highlight: ein lockeres Prominenten-Tischtennis-Match an zwei Platten. Für die musikalische Begleitung des Abends sorgt das Live-Duo Kapp & Chino.
Das Charity TT Event verbindet Sport, Inspiration und gesellschaftliches Engagement in besonderer Atmosphäre.
Wir freuen uns auf einen Abend voller Begegnungen, Impulse und gemeinsamer Unterstützung für den guten Zweck.
Tickets gibt es über https://events.vereinsticket.de/spacepartycrew
Infos zum tollem Charity Event folgen……… DANKE !!!!!
JHV 2026 mit Gastredner Christian „Blacky“ Schwarzer
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hier könnt ihr die Ticktest für die JHV kaufen:
https://events.vereinsticket.de/spacepartycrew
Space Party Crew against Aids e.V. Wetzlar
(Förderverein verschiedener sozialer und gemeinnütziger Projekte)
Einladung zur Jahreshauptversammlung 2026
Events on,
wir laden Dich/Euch recht herzlich zu unserer diesjährigen Jahreshauptversammlung ein.
Sie findet am Samstag, den 17. Oktober 2026, im Saal der Gaststätte zur Krone, Lindenstraße 27, 35581 Wetzlar-Münchholzhausen statt.
Beginn ist 19.00 Uhr (Einlass ab 18.30 Uhr).
Musikalisch begleitet wird der Abend von der Saxophonistin Cathrin Wenzel und DJ Chris Sharp
Auf der Tagesordnung stehen:
1. Begrüßung
2. Spendenübergabe an verschiedene karitative Institutionen.
3. Rückblick Projekte 2025/ 2026
4. Aktueller Stand Erlöse
5. Mitglieder Entwicklung
6. Finanzbericht 2025
7. Bericht des 2. Kassenprüfers
8. Antrag auf Entlastung des Vorstandes
9. Neuwahlen
10. Ausblick Projekte 2026 / 2027
11. Sonstiges
Pause mit Imbiss und DJ Chris Sharp
12. Gastvortrag Christian „Blacky“ Schwarzer, Handball Welt- und Europameister, Trainer sowie Unternehmer über Motivation und langfristigen Erfolg.
Wir freuen uns sehr, wenn Du / Ihr an diesem besonderen Event teilnehmen könnt.
An dem Abend sind Essen, Getränke, Gastredner und Musik im Preis inkludiert. Die Karten kosten daher 25 Euro, die bei der Bestellung erhoben werden.
https://events.vereinsticket.de/spacepartycrew
Darüber hinaus freuen wir uns sehr, wenn Ihr unsere Arbeit weiterhin mit Spenden unterstützt oder auch neue Mitglieder in Eurem Freundes- und Bekanntenkreis für unseren Verein gewinnen könnt.
Gruß Space Party Crew against AIDS e.V. Torsten Weicker (Vorstand) Wetzlar, den 23.03.2026
www.spacepartycrew.de
Am 07.03.2026 waren Patricia Kelly, Margot Käßmann und Tanja Rösner bei der Space Party Crew. DANKE !!!!
Erstellt von Toni | Zu finden unter News
Patricia Kelly wirbt in Wetzlar für Brustkrebsvorsorge
Bei einer Veranstaltung der „Space Party Crew against Aids“ in Wetzlar hat Sängerin Patricia Kelly über ihre berühmte Familie und ihre Brustkrebserkrankung gesprochen.

Dass die 55-jährige Patricia Kelly nicht nur zum Referieren auf Einladung des Vorsitzenden Torsten Weicker (Dutenhofen) gekommen war, sondern auch typische Lieder aus der Historie der Kelly Family gemeinsam mit dem Pianisten Manuel Noll zum Besten gab, war ein Sahnehäubchen. Durch den Abend führte die Moderatorin Tanja Rösner der h3-Morningshow. Sie konnte auch die Theologin und Autorin Margot Käßmann als Schirmherrin begrüßen. Zudem war die hessische Sozialministerin Heike Hofmann (SPD) zu einem Grußwort gekommen.

Patricia Kelly, sechstes Kind des amerikanischen Lehrers Daniel Kelly und seiner Frau Barbara, erzählte, dass sie in Spanien geboren wurde. Als der Vater die zehn Kinder in seinen VW-Bus packte und mit ihnen nach Rom fuhr, nahm die Geschichte der Musikerfamilie ihren Anfang. „Aus einem Schicksal entstand die professionelle Kelly Family“, erinnert sich die Sängerin. Aus dem am Kolosseum abgestellten Kleinbus wurde den Kellys alles gestohlen außer den Musikinstrumenten. Um die Familie zu ernähren, fingen sie an, in Rom auf der Straße zu singen. „Die Leute weinten in der Fußgängerzone bei unseren Liedern“, schildert die blonde Sängerin. „Das war der Beginn der Kelly Family.“ Mit „Sometimes“ stimmte die Sängerin ein erstes Lied aus der fast 50-jährigen Geschichte der Musikergruppe an.
Als die Referentin fragte, wer denn das Straßenkonzert der Familie vor über 30 Jahren in Wetzlar miterlebt hat, gingen zahlreiche Hände hoch. Zehn Jahre lang ist die Familie in Fußgängerzonen aufgetreten, bis sie in Stuttgart einen Plattenvertrag erhielten. Bis heute haben sie vor mehr als 20 Millionen Besuchern live gespielt, 25 Millionen Alben verkauft und über 300 Gold- und Platinplatten eingespielt. Noch gehen acht Mitglieder auf Tour.
Patricia Kelly spricht auch über Schicksalsschläge
Doch Patricia Kelly hat nicht nur die schönen Seiten des Erfolges thematisiert. Als sie 12 Jahre alt war, starb die Mutter 1982 an Brustkrebs, nur wenige Monate nach der Diagnose. Damals habe es noch keine Vorsorgeuntersuchungen gegeben. „Mutter war schwanger mit Angelo, dem Jüngsten, als sie Brustkrebs bekam.“ Patricia sagte im Rückblick: „Mutter war eine starke, gläubige Frau.“ Der Vater fiel in eine Depression und begann zu trinken, weil er über den Verlust der Ehefrau nicht hinwegkam. Das Geld war aufgebraucht, und der Strom wurde der Familie abgestellt. „Meine große Schwester und ich haben alles gestemmt. Wir haben in der Kälte Ende November auf der Straße gesungen, um alle Kinder satt zu bekommen.“
Auch bei Patricia Kelly schlägt das Schicksal zu. 2008, sie ist 39 Jahre alt, wird auch bei ihr bei einer Vorsorgeuntersuchung Brustkrebs festgestellt. „Geht zur Vorsorge, es kann euer Leben retten“, rät sie den Besucherinnen. Mit dem Lied „Don’t Lose Hope“ („Verliert die Hoffnung nicht“) macht sie auch musikalisch Mut. Kraft habe ihr der christliche Glaube gegeben. Heute ist Patricia Kelly Botschafterin des Vereins Brustkrebs Deutschland.
Margot Käßmann rät zu Vorsorgeuntersuchungen
Auch die Ex-Bischöfin Margot Käßmann riet zu Vorsorgeuntersuchungen bei Frauen, aber auch zur Prostata-Vorsorge für Männer. Sie selbst hat bereits zwei Brustkrebsoperationen hinter sich. Die Diagnosen hätten ihre Prioritäten verändert. Wer von der Diagnose betroffen ist, sollte die Krankheit nicht verheimlichen und sich nicht zurückziehen. Den Gesunden sagte sie: „Lasst die nicht allein, die eine Diagnose haben. Reduziert die Menschen nicht auf ihre Krankheit.“
Sozialministerin Hofmann wies darauf hin, dass Brustkrebs die häufigste Todesursache für Frauen in Deutschland ist. Jährlich erkrankten Tausende daran. „Früherkennung rettet Leben“, sagte Hofmann und ergänzte: „Ich bin froh, dass es die Mammografie gibt.“ Sie appellierte an die weiblichen Besucher, zur Vorsorge zu gehen. „Von diesem Abend geht ein Signal aus: Wir sind bei Ihnen, wir sehen Sie.“
Bilder @Lothar Rühl

15.11.2025 Olympiasieger und Bestseller-Autor Matthias Steiner
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Olympiasieger motiviert bei „Space Party Crew against Aids“
Ex-Gewichtheber und Olympiasieger Matthias Steiner spricht im Bürgerhaus Münchholzhausen über seine Erfolge und persönlichen Herausforderungen. Er ist sicher: „Erfolg ist planbar“.

Wetzlar-Münchholzhausen. Der Förderverein „Space Party Crew against Aids“ hat über 200 Besucher ins Bürgerhaus in Münchholzhausen eingeladen. Zu Gast: Olympiasieger Matthias Steiner und weitere Promis aus der Sportszene. Als Schirmherrin war Dressurreiterin Ann Kathrin Linsenhoff dabei, die 1988 Olympiagold holte. Auch der hessische Spitzensportler und Olympiamedaillengewinner Edgar Itt (Gedern) und der Präsident des Landessportbundes und ehemalige Innenminister Peter Beuth waren unter den Gästen. Moderiert wurde der Abend durch die HR-Fernsehmoderatorin Janine Hilpmann.
Im Mittelpunkt stand der Vortrag von Matthias Steiner, der seinen Weg im Sport, aber auch seine Tiefschläge im Leben zum Thema machte.
„Mein erster Trainer Walter Legel war wie eine Vaterfigur, eine Leitfigur für mich“. Doch er starb, als Steiner erst 17 Jahre alt war. „Mit einem Schlag wurde ich erwachsen“, sagt Steiner. Wenig später erfuhr der in Wien geborene Leistungssportler einen Tag vor seinem 18. Geburtstag, dass er Diabetes Typ 1 hat. Nach der Diagnose Diabetes habe es für ihn geheißen „Diätschnitte statt Sachertorte“.
Der gelernte Installateur bereitete sich auf die Olympischen Spiele 2004 in Athen vor. Dort erreichte er in der Gewichtsklasse bis 105 Kilogramm (kg) ein Zweikampfergebnis von 405 kg (182,5 kg im Reißen/ 222,5 kg im Stoßen) und belegte damit den siebten Platz.

2007 starb seine Frau Susann bei einem Verkehrsunfall. In Österreich sei es schwer gewesen, im Gewichtheben ganz nach oben zu kommen. Deshalb habe er in Deutschland die Einbürgerung beantragt. Zudem stammte seine erste Frau aus Deutschland. Steiner sprach über Motive für sportliche Leistungen: „Geld ist ein Motiv, Status mit Haus und Auto oder Anerkennung. Bei mir war es eher Aufmerksamkeit für das, was ich tue“.
2008 feierte er bei den Olympischen Sommerspielen in Peking seinen größten sportlichen Triumph. Mit 203 kg im Reißen und 258 kg im Stoßen und wurde damit der erste deutsche Olympiasieger im Gewichtheben nach 16 Jahren. Die Bilder von der Siegerehrung, Steiner mit dem Foto seiner verstorbenen Frau in der Hand, gingen um die Welt.
Ich bin überzeugt, dass Erfolg planbar ist.
Matthias SteinerOlympiasieger im Gewichtheben
Ein Problem war seine Gewichtszunahme. „Zunehmen geht leicht, ich habe 40 Kilo in drei Jahren zugenommen. Da ist es mühsam wieder runter zu kommen“, erzählt Steiner. Damals musste er mit 150 Kilo Körpergewicht in die Superschwergewichtsklasse wechseln.
„Ich bin überzeugt, dass Erfolg planbar ist“, ruft er den aufmerksam lauschenden Besuchern zu. „Wichtig für Erfolg ist das Motiv. Ich muss ehrlich zu mir selber sein“.
Steiner hat 2010 ein zweites Mal geheiratet und ist heute Vater zweier Söhne. Der einstige Gewichtheber hat übers Abnehmen zwei Bücher geschrieben und entwickelte das Online-Fitness- und Ernährungsprogramm „Steiner Prinzip“. Er hält Vorträge zum Thema Ernährung und Bewegung, zudem ist er als Motivationsredner aktiv, was er an diesem Abend unter Beweis stellte. Mit seiner zweiten Frau Inge hat er 2020 ein Unternehmen mit Low-Carb-Produkten gegründet. Diese hat er in der Fernsehshow „Die Höhle der Löwen“ vorgestellt und konnte eine Investorin gewinnen.
Auch zu seinem Auftritt in der Fernsehserie „Let’s Dance“ hat er sich geäußert. Drei Mal habe er zunächst abgesagt. Dann habe er sich innerhalb von drei Monaten vom Nichttänzer zum Finalisten entwickelt. In 2015 belegte er mit seiner Tanzpartnerin Ekaterina Leonova Platz drei.
Den Besuchern des Abends gab er Ratschläge mit. „Seien Sie mutig. Sagen Sie auch mal nein.“ oder „Nach dem Hinfallen: Aufstehen, Mund abputzen und weitermachen. Kämpfen lohnt sich“.
Patricia Kelly spricht über Brustkrebs
Der Space Party Crew-Vorsitzende Torsten Weicker nutzte den Abend, um Spenden von insgesamt 5.585 Euro an mehrere Organisationen weiterzugeben. So konnte Matthias Steiner einen Scheck über 2.500 Euro entgegen nehmen für die Peak Performer Stiftung, die Kindern hilft, um aus eigener Kraft etwas zu erreichen. 1.000 Euro nahm Peter Beuth für die Sportstiftung Hessen entgegen. 500 Euro gingen über Edgar Itt an die NCL Stiftung, die sich für Kinder mit der wenig erforschte Stoffwechselerkrankung NCL einsetzt. Itt nahm auch einen weiteren 500-Euro-Scheck für die Curare Stiftung entgegen, die sich auf die Pflege von kranken und alten Menschen spezialisiert hat. Moderatorin Janine Hilpmann hatte die Christoffel Blindenmission im südhessischen Bensheim ausgesucht, die sich über 500 Euro freien kann. Weitere 585 Euro gehen an „Plant for the planet“ (Aschaffenburg) für Aufforstungsprojekte.
Weicker kündigte an, dass am 7. März Musikerin Patricia Kelly zu Gast sein wird, die zum Thema Brustkrebs spricht.
Bericht von Lothar Rühl
35 Jahre Space Party Crew und 25 Jahre Space Party Crew against AIDS e.V im E-Loft in Wetzlar
Erstellt von Toni | Zu finden unter News

Am Samstag, den 01.11.2025, fand im e-Loft, Garbenheimer Straße 15, in Wetzlar eine tolle Party statt! Die Space Party Crew kehrte zurück zu ihren Wurzeln und veranstaltete ein spektakuläres Ibiza Techno-House-Event. Anlässlich ihres 35-jährigen Jubiläums und des 25-jährigen Bestehens von „Space Party Crew against AIDS e.V.“ wurde ein Abend der Extraklasse mit einem Line-up renommierter DJs geboten.
Der Abend begann um 20:30 Uhr mit dem Opening von DJ Chris Sharp, gefolgt von DJ DAG um 22:00 Uhr, der mit seinem legendären Sound die Tanzfläche zum Beben brachte. Ab 23 Uhr folgte DJ ZIEL 100 am Pult, bevor DJ Louis Elias ab 2:00 Uhr die Nacht mit seinen Afro- und Melodic-House-Sets zum Höhepunkt brachte.
10.10.2025 JHV mit Olympiasiegerin HILDE GERG
Erstellt von Toni | Zu finden unter News
Am Freitag 10.10.2025 fand unsere Jubiläums JHV 35 Jahre Space Party Crew und 25 Jahre Space Party Crew against AIDS e.V, mit Olympiasiegerin Hilde Gerg als Gastrednerin in der Gaststätte Krone in Wetzlar-Münchholzhausen statt.

28.02.2025 Margot Käßmann, Marco Russ, Sophie Rosentreter, Cello Duo @Space Party Crew
Erstellt von Toni | Zu finden unter News
Tolles Event und promineten Zuwachs der Mitglieder der Space Party Crew against AIDS e.V. Wetzlar mit Marco Russ, Sophie Rosentreter, Vanessa Weber, Thomas Neu und Margot Käßmann bekommen!
KLASSE; VIELEN DANK 👍 😍
Margot Käßmann bei „Space Party Crew“ in Münchholzhausen

© Lothar Rühl
Die ehemalige Bischöfin hat bei der „Space Party Crew“ in Wetzlar ihr Buch „Farben der Hoffnung“ vorgestellt. Der Verein hat Spenden an sieben Organisationen übergeben.
Wetzlar. Margot Käßmann gehört zu den prominentesten Frauen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Am Freitagabend kam sie auf Einladung des Fördervereins „Space Party Crew against Aids“ in das Bürgerhaus im Wetzlarer Stadtteil Münchholzhausen.
Schon Wochen vorher war nach Angaben des Vorsitzenden Torsten Weicker (Dutenhofen) die Veranstaltung ausverkauft. Über 300 Besucher wollten die Bestseller-Autorin erleben. Weicker wies darauf hin, dass die Lesung der Auftakt für das Jubiläumjahr des Vereins sei. Vor 25 Jahren gegründet, hat er heute 436 Mitglieder und konnte bislang 248.026,42 Euro an Spenden einwerben.
Als Schirmherrn des Abends konnte die Moderatorin Sophie Rosentreter den ehemaligen Fußballprofi Marco Russ von Eintracht Frankfurt begrüßen. Mit der SGE stieg er 2005 in die Bundesliga auf und erreichte dreimal das Finale des DFB-Pokals. Der Titelgewinn im Jahr 2018 war der größte Erfolg seiner Karriere. Zwei Jahre zuvor erkrankte er an Hodenkrebs. Trotz der Diagnose hat er noch zwei Spiele für die Eintracht auf dem Rasen gestanden. „Es war ein Überlebenskampf der Eintracht, die sonst abgestiegen wäre. Ich wollte sie nicht im Stich lassen“, sagte Russ.

Margot Käßmann stellte in Wetzlar ihr neues Buch „Farben der Hoffnung“ vor
Die ehemalige Bischöfin und Ratsvorsitzende der EKD stellte ihr Buch „Farben der Hoffnung“ vor, das im bene-Verlag in Solms erschienen ist. Dabei wurde sie auch politisch. Die 66-jährige, in Stadtallendorf aufgewachsene, Theologin, zeichnete ein düsteres Bild der Welt. „Die Krisen erschüttern uns alle. Corona war eine Krise, die wir noch nicht überwunden haben, ein kollektiver Albtraum“. 2022 kam der Angriff Russlands auf die Ukraine hinzu, im Oktober 2023 der Angriff der Hamas auf Israel.

Dürren, Klimakatastrophe und weitere Schreckensszenarien führte sie an. Zum Schluss ging es auch um den sexuellen Missbrauch in der Kirche. „Ich möchte der Angst Hoffnung entgegensetzen“, begann sie ihre Antwort auf die Herausforderungen. Dabei griff sie immer wieder auf Erfahrungen aus der Bibel zurück. Ihre Lieblingsfarbe sei rot, was sie mit ihrer Jacke unterstrich. Die Farbe stehe für die Liebe. Jeder Mensch sehne sich nach Liebe. Dabei zitierte sie den Reformator Martin Luther: „Gott ist ein Backofen der Liebe“.
Bei der Farbe Orange kommt sie auf die Ukraine zu sprechen, denn im Jahr 2004 gingen die Menschen aus Protest gegen die damalige Regierung mit orangen Fahnen auf die Straße. Auf den seit drei Jahren andauernden Krieg Russlands gegen die Ukraine sagte sie kritisch, es habe bisher zu wenig diplomatische Versuche gegeben, den Krieg zu beenden. In Deutschland höre man von Tapferkeit, Helden, Blutzoll. Das Militärische trete immer stärker in den Lebensalltag.
Käßmann über den Patriarchen von Moskau entsetzt
Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) habe davon gesprochen, nicht kriegsmüde zu werden. Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) sagte „Wir müssen kriegstüchtig werden“. Deutschland habe einen Veteranentag eingeführt. Die Rüstungsindustrie wachse. Die Bundeswehr solle Zugang zu den Schulen erhalten. „Nicht der Krieg, sondern der Frieden ist der Ernstfall“, kommentierte Käßmann diese Entwicklung. „Ich habe darauf gehofft, dass der amerikanische Präsident Donald Trump Frieden schafft. Doch es wird ihm nicht durch Deals gelingen.“
Die Buchautorin ging auch auf die Rolle der Kirchen in dem Konflikt ein. „Kirchen sind immer in die Irre gegangen, wenn sie Krieg rechtfertigten.“ Sie sei über den Patriarchen von Moskau, Kyrill, entsetzt, mit dem sie einst in Gremien des Weltkirchenrates zusammen saß, der Waffen segne und den russischen Präsidenten bei dessen Krieg unterstütze. „Das ist für mich Gotteslästerung und mit Jesus nicht zu legitimieren. Liebet eure Feinde“, zitierte sie wiederum die Bibel.
„Space Party Crew“ überreicht Spenden in Höhe von insgesamt 3.300 Euro
Im Anschluss übergab die „Space Party Crew“ Spendenschecks in Höhe von insgesamt 3.300 Euro an fünf Organisationen. Den höchsten Einzelbetrag mit 1.500 Euro erhielt die Alzheimer Gesellschaft Hamburg, vertreten durch die Moderatorin Rosentreter. Jeweils 500 Euro erhielt die Ukraine-Hilfe der Kirchengemeinde Langgöns, die Sportstiftung Hessen und die Organisation „Plant for Planet“. Weitere 300 Euro erhielt der Kindergarten Abenteuerland in Dutenhofen.

Weicker wies auf die nächsten Veranstaltungen hin. Am 15. November ist der Olympiasieger und Europameister im Gewichtheben Matthias Steiner zu Gast. Am 21. März 2026 kommt Patricia Kelly von der Kelly Family, die zum Thema Brustkrebs spricht.

Rückblick Samstag 09.11.2024 Event mit Janine Kunze, Shary Reeves, Marvin Fischer, Heike Hofmann und dem Duo Kappundchino.
Erstellt von Toni | Zu finden unter News
Tränen kullern, als die TV-Moderatorinnen Janine Kunze und Shary Reeves ihre Erfahrungen als Pflegekinder teilen.
Ein besonderer Abend mit der „Space Party Crew“ in Wetzlar.![]()
Wetzlar. In der Vergangenheit sind es oft Olympiasieger und Weltmeister, die auf Einladung der „Space Party Crew“ von großen Erfolgen berichten.
Doch am Samstag wandert der Verein um den Vorsitzenden Torsten Weicker abseits dieses bewährten Pfades und nimmt sich bei der Benefizveranstaltung eines Themas an, das selten ins Rampenlicht gerückt wird. An diesem Abend braucht es viele Taschentücher, um Tränen auf der Bühne und in den Publikumsreihen zu trocknen.
Erfahrungen als Pflegekind: Janine Kunze und Shary Reeves erzählen
Auf der Bühne im Bürgerhaus Münchholzhausen haben mit Janine Kunze („Heldt“) und Shary Reeves („Wissen macht Ah“) zwei TV-Moderatorinnen und Schauspielerinnen Platz genommen. Beide sind in Pflegefamilien aufgewachsen. Und beide haben ihre Erfahrungen als Buch veröffentlicht.
Einen sehr persönlichen Abend verspricht Moderator Marvin Fischer (YouFM, Maintower). Schon als Torsten Weicker den Abend einläutet, muss nicht nur er mit den Tränen kämpfen.
Dass es eine Veranstaltung ist, bei der Pflegefamilien, deren Ängste und Sorgen, deren Liebe und Zusammenhalt im Fokus stehen, hat viel mit Weickers eigener Geschichte zu tun.
Er lässt die rund 250 Gäste teilhaben an der „schlimmsten Zeit“. An der Enttäuschung, Wut und Trauer darüber, dass trotz medizinischer Hilfe der Kinderwunsch nicht in Erfüllung geht. „Ich war innerlich total kaputt“, erinnert sich Weicker. Bis zu dem Moment, als Jan als Pflegekind in die Familie kommt. ![]()
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„Space Party Crew“-Vorsitzender Weicker teilt persönliche Familiengeschichte
Als Weicker das Baby zum ersten Mal auf seine Brust legt, sei alles von ihm abgefallen. „Ich habe noch nie so viel geweint. Er hat mir meinen ganzen Schmerz aus der Brust gerissen.“ Seine Pflegekinder – Jan und dessen elf Monate jüngerer Bruder Sven, der ebenfalls von der Familie aufgenommen wird – seien seine ganz persönlichen Stars. „Papa ist stolz auf euch“, sagt Weicker in Richtung seiner beiden Jungs.
„Space Party Crew“-Vorsitzender Torsten Weicker mit seinen Pflegekindern Sven und Jan. Mit seiner persönlichen Geschichte rührt er das Publikum zu Tränen.
Nicht weniger emotional wird es, als Janine Kunze („Geschenkte Wurzeln“) und Shary Reeves („Ich bin nicht farbig“) aus ihren Büchern lesen. Immer wieder halten sie inne, weil Tränen kullern. Es geht um viele Gefühle. Um Dankbarkeit und Liebe gegenüber der Pflegeeltern. Um die Frage, ob man seiner leiblichen Mutter verzeihen kann. Um Wut, Angst, Unsicherheit und ein Gefühl der Ohnmacht.
Die Angst, aus der Pflegefamilie gerissen zu werden
Die Angst und Sorge, ein Pflegekind könne wieder aus der Familie genommen werden, sei immer da, sagt Kunze, die kurz nach der Geburt von ihrer Pflegefamilie aufgenommen wird. So habe sie als Jugendliche nicht geraucht oder sich betrunken, „weil ich so eine Angst hatte, dass ich meiner Familie weggenommen werde“, erinnert sich die heute 50-Jährige. Pflegefamilien müssten „extrem funktionieren, auch im Außen“, sagt Kunze mit Blick auf die häufigen Kontakte mit dem Jugendamt. Kooperativ sein, keine Fehler machen – so zitiert sie ihre Pflegeeltern in ihrem Buch.
Shary Reeves (55) wird aus ihrer Pflegefamilie gerissen. Am Tag ihrer Einschulung. Ihre biologische Mutter bringt sie in ein von Nonnen geführtes Internat. Dort erlebt sie Ausgrenzung und Rassismus. Etwas, dass sie in ihrer kinderreichen, rheinländischen Pflegefamilie nicht kennt. Bedingungslos geliebt worden sei sie von ihrer „Oma“, wie sie ihre Pflegemutter liebevoll nennt. Und ihr „Opa“ habe sie verteidigt, „als wäre ich seine leibliche Tochter“.
„Blut ist dicker als Wasser“ – das ist der dümmste Spruch, den ich kenne.“ Janine KunzeSchauspielerin
Die schweren Phasen in der Kindheit und die Verlustangst, die geblieben ist, mindern jedoch nicht die Dankbarkeit, die die beiden Frauen ihren Pflegefamilien gegenüber verspüren. „‚Blut ist dicker als Wasser’ – das ist der dümmste Spruch, den ich kenne“, meint Janine Kunze, selbst Mutter von drei Kindern. Ein Ausspruch, dem viele im Publikum wohl zustimmen. Denn zahlreiche Pflegefamilien und -kinder sind gekommen, teils aus Nordhessen, Heidelberg und Berlin.
Hessens Sozialministerin Heike Hofmann (SPD) zollt als Schirmherrin des Abends allen Pflegefamilien „größten Respekt“ – für den Mut und die Anstrengung, ein Kind, das Verlust, Unsicherheit und Vernachlässigung erfahren hat, in ihr eigenes Leben aufzunehmen und ihm Liebe, Sicherheit und Vertrauen zu geben.
Olivia Heß
Rückblick JHV 2024 mit der 15-maligen Boxweltmeisterin Ramona Kühne
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Rückschläge sind keine Niederlagen

Space Party Crew spendet 2005 Euro an sechs Organisationen
Wetzlar-Münchholzhausen. Die 15-fache Box-Weltmeisterin Ramona Kühne (Rangsdorf/Brandenburg) hat in Münchholzhausen von ihrer Profi-Karriere berichtet. In ihrem Vortrag „Rückschläge sind keine Niederschläge“ berichtete die 44-Jährige von ihrem unbedingten Willen, im Kampf zu siegen. Ihren motivierenden Vortrag bei der „Space Party Crew against Aids“ (Dutenhofen) begann sie mit Schilderungen aus ihrer Kindheit. Sie sei mit 12 Jahren ein dickes Kind gewesen, das von den anderen gehänselt wurde. „Drei Jungs haben mich ohne Grund auf der Straße verkloppt“, erinnert sich die Weltmeisterin. Ihre Mutter kann sie überreden JuJutsu als Frauenselbstverteidigungskurs zu besuchen. „Ich wollte in einen Boxverein, berühmt werden wie Jackie Chan“. Damals war der chinesische Schauspieler durch Fernsehserien bei den Jugendlichen bekannt und berühmt.

Bei einem Autounfall erlitt Kühne so schwere Verletzungen, dass die Ärzte äußerten: „An Sport brauchst du nicht mehr zu denken“. Doch die 13-Jährige stemmte sich diesem Urteil entgegen: „Ich stellte mir damals schon die Frage, wer sagt einem eigentlich, was geht und nicht geht?
Wer sagt euch, was ihr könnt?“, wandte sie sich an ihre Zuhörer, die gespannt dem unterhaltsamen Vortrag lauschten. „Alles ist eine Einstellungssache“, ermutigte sie das Publikum. Mit Krücken sei sie damals in die Sportschule marschiert. Als sie 14 Jahre alt war, wurde sie Berlin-Brandenburgische Meisterin. „Warum habe ich das geschafft? Weil ich es wollte. Dieser eine Erfolg hat mich beflügelt“, sagte die Kühne.
Mit 21 Jahren lernte sie ihren Trainer und jetzigen Ehemann Stefan kennen, „mein Impulsgeber“.
Kühne wurde so gut, dass sie in die Kickbox-Nationalmannschaft aufgenommen wurde. Danach suchte sie eine neue Herausforderung und versuchte sich zunächst im Amateurboxen und später im Profiboxsport. In 16 Jahren Boxkarriere hat sie es geschafft, 15 Weltmeistertitel zu gewinnen in drei Gewichtsklassen. Ihren letzten Weltmeistertitel errang sie 2022 im Alter von 42 Jahren. Heute hat sie ihre Karriere beendet.
Im Januar 2010 verlor Kühne einen Kampf gegen die Boxerin im Federgewicht, Ina Menzer, durch technischen k.o. Sie blutete über einem Auge so stark, dass der Schiedsrichter den Kampf in der sechsten Rund abbrach.
Dieser verlorene Kampf hat sie geprägt. „Wie motiviert man sich immer wieder von Neuem?“, fragte die Boxerin und gibt gleich selbst die Antwort: „Meine Motivation ziehe ich aus diesem einen verlorenen Kampf heraus. Wir können unsere Ziele erreichen, wenn wir schonungslos ehrlich zu uns selbst sind“.
Nach dem verlorenen Kampf gegen Ina Menzer habe man sie dennoch bei einer After-Show-Party gefeiert mit dem Ruf „The Champ is coming“. Das hat sie sehr bewegt: „Ich wurde wie ein Champion gefeiert, auch wenn ich den Kampf verloren hatte. Rückschläge müssen keine Niederlagen sein.“
Während der Veranstaltung übergab der Vorsitzende der Space Party Crew, Torsten Weicker, Spenden in Höhe von 2005 Euro an fünf Organisationen. Je 500 Euro nahm Ramona Kühne für den Tierschutz und eine Organisation gegen Kinderdemenz entgegen. Der ehemalige hessische Innenminister Peter Beuth (CDU) und heutige 1. Vorsitzende der hessischen Sportstiftung, erhielt einen Spendenscheck über 500 Euro für den Sport. Der Obst- und Gartenbauverein Dutenhofen freute sich über 250 Euro und an die Organisation „Plant for Planet“ gingen 255 Euro. Damit habe die Space Party Crew insgesamt 3440 Bäume gespendet.

Wandelbarer Weißflog
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Talkrunde mit Sporthelden (v. l.): Moderatorin Julia Nestle, Jens Weißflog, Nicole Uphoff, Claudia Kohde-Kilsch, Vanessa Mark, Schirmherrin Natalie Geisenberger und Rekord-Olympiasiegerin Birgit Fischer. © Thomas Wissner
(nal). Einen solchen Aufgalopp an Olympiasiegern hatte es in Mittelhessen noch nicht gegeben, gleich 21 olympische Goldmedaillen hatte die »Space Party Crew against Aids« im Bürgerhaus Münchholzhausen bei einem »Stelldichein von Sporthelden« vereinen können. Einmal mehr war es Vorsitzenden Torsten »Toni« Weicker gelungen, die Sportstars für einen guten Zweck in den Wetzlarer Stadtteil zu locken.
Alles wieder für den guten Zweck, wurden doch im Verlauf des unter der Schirmherrschaft der sechsmalige Rennrodel-Olympiasiegerin Natalie Geisenberger stehenden Abends Spenden über 7085 Euro übergeben, womit der Verein seine Gesamtspendensumme in nunmehr 24 Jahren auf fast eine Viertelmillion Euro anwachsen ließ.
Fast 200 Besucher konnte die durch den Abend führende FFH-Moderatorin Julia Nestle begrüßen. Im Mittelpunkt stand dabei der Vortrag des dreimaligen Olympiasiegers im Skispringen, Jens Weißflog. Wie wohl sich die Sporthelden in Münchholzhausen fühlen, zeigten die achtfache Kanu-Olympiasiegerin Birgit Fischer und die viermalige Olympiasiegerin im Dressurreiten, Nicole Uphoff, die bereits zum zweiten Mal zur Veranstaltungsreihe der Space Party Crew gekommen waren. Gekommen waren zudem Zweierbob-Weltmeisterin Vanessa Mark und die Wimbledon-Siegerin im Tennis-Doppel, Claudia Khode-Kilsch. Gekommen war auch der österreichische Bobfahrer Markus Treichl, während die dreimalige Olympiasiegerin im Eisschnelllauf, Gunda Niemann-Stirnemann, kurzfristig absagen musste, aber 500 Euro für den Spendentopf übermittelte.
Zwei Sprungstile
Weißflog plauderte in seinem gut einstündigen, aber nie langweiligen Vortrag aus seinem Leben. Der heutige Hotelier und Oberwiesenthaler Ehrenbürger, liebevoll »Floh vom Fichtelberg« genannt, ist der einzige Skispringer, der Olympia-Gold mit unterschiedlichen Sprungstilen holte. Zehn Jahre lagen dabei zwischen dem ersten und zweiten sowie dritten Olympiasieg. »Die beste Voraussetzung für Bestand und Erfolg ist Veränderungsbereitschaft«, hatte er seinen Vortrag als Thema vorangestellt, um damit auch auf die Entwicklung vom klassischen Sprungstil hin zum V-Stil zu schildern.
»Brett vorm Kopf ist Mist, wir machen die Bretter auseinander, dann sieht man mehr«, schilderte er die Technikumstellung vom Parallel- zum V-Stil. V-Stil-Springer hatten damals beim Springen auf einmal die Nase vorn. Zwar schaffte er die Olympiaqualifikation 1992 noch im Parallel-Stil, aber es stand fest, dass der V-Stil der erfolgreicher ist. »1991 hatte ich die Vierschanzenztournee zum dritten Mal gewonnen und hätte ja auch aufhören können. Alles mit dem Parallel-Stil. Manchmal wird man im Sport überholt ohne eingeholt worden zu sein. Die Skisprungwelt hatte sich gewandelt und mit dem Parallel-Stil hattest du keine Chance mehr. Als 1992 der gleichaltrige Österreicher Ernst Vittori im V-Stil bei Olympia gewann, da stand auch für mich fest, du musst es ändern.«
Kindheitstraum
Ausgelöst hatte den neuen Sprungstil der Schwede Jan Boklöv, der zwar 1987 noch belächelt wurde als 42. im Gesamt-Weltcup, diesen jedoch 1988 schon als Zehnter und 1989 als Gesamtweltcupsieger beendet. »Eigentlich müsste es ja Boklöv-Stil heißen, es heißt ja auch Fosbury-Flop«, so Weißflog. Zuvor war es 1988 ein überragender Matti Nykänen, der jedoch im Nachgang an seinen Erfolgen scheiterte und für zahlreiche Negativschlagzeilen nach seiner Sprungkarriere sorgte. »Einen Nykänen hätte es in der DDR nicht gegeben«, stellte Weißflog klar. »Uns hat man schnell wieder auf die Tatsachen des Lebens zurückgeführt, wir mussten wieder um unsere Erfolge kämpfen.« Geld sei dabei nie eine Motivation gewesen. »Ich fand es einfach geil, zur Vierschanzentournee zu gehen. Das war schon in meiner Kindheit ein Traum. Es gab Sachpreise. In Lahti/Finnland gab es eine Mikrowelle für den fünften Platz. Ich war Fünfter auf der großen und der kleinen Schanze und konnte mit zwei Mikrowellen heimgehen. Am Ende der Saison hättest du ein Geschäft für Heimelektronik aufmachen können«, verriet Weißflog.
Um dann noch eine weitere sinnbildhafte Anekdote zu erzählen. Als er seine Preise für eine Videokamera eingetauscht hatte, die dann beim Zoll und Sportministerium festhing, denn Videokameras waren in der DDR verboten, »man hätte ja die Grenzanlagen filmen können. Wir mussten zweimal um unseren Preis kämpfen, beim Sport selbst und danach noch mal«, schilderte er, über welche Umwege dann die Kamera zu seinem Verein geschickt wurde mit dem Hinweis: »Da kannst du sie dir ja dann ausleihen, wenn du was filmen willst.«
Mit vier Jahren habe bei ihm das Verrücktsein angefangen, habe er eine Frage im Eingangsbereich beantwortet, wie man nur so verrückt sein kann, von so großen Schanzen zu springen. Angefangen mit dem Skispringen habe er, weil er zu faul zum Laufen und es was Messbares war. Bei Spartakiade gewonnen, mit 15 Jahren Nationalmannschaft, da sei alles ganz schnell gegangen »und plötzlich springt man mit denen zusammen, die man vorher nur aus dem Fernsehen kannte. Mit 19 Olympiasieger und mit 20 Weltmeister, da denkt man ja, das muss so sein. Aber es kamen auch 1986 bis 1988 Jahre, die ohne Erfolg blieben. Eine richtige Sinuskurve ist auch die Skispringerei, mal geht es hoch mal runter«, berichtete er.

»Ich bin jetzt zwei Jahre länger Hotelier als ich Skispringen gemacht habe. 26 Jahre Skispringen. Ohne Veränderungen geht es nicht. Dies versuche ich auch immer wieder meinen Mitarbeitern zu sagen. Das Leben bringt permanent Veränderungen mit sich. Augen und Ohren offen halten ist immer meine Devise gewesen«, so Weißflog, der bereits 2002 mit dem Nordic Walking begonnen hat. Aber auch E-Bike habe sich als Innovation für das Tourismusgeschäft erwiesen. Dazu zähle auch die Benennung der Zimmer in seinem Hotel nach Skisprungorten. »Wir haben aus allen Zimmern Themenzimmer gemacht. Bleiben Sie immer Innovations- und Veränderungsbereit«, schloss er seinen Vortrag.
Spenden verteilt
Birgit Fischer hatte für den mit viel Beifall bedachten Weißflog ein Geschenk in Form alter vom Flohmarkt geretteter Skier mitgebracht, die im Hotel Weißflogs einen Platz finden sollen. Mit Spenden bedacht wurden der SV Fortuna Pöhla 1884 Skispringen-Pöhla mit 1500 Euro, die Kinderhilfe Organtransplantation mit 1000 Euro, die Vereine Eichhörnchenshutz und Deutsche Kinderkrebshilfe mit jeweils 750 Euro, Plant for the planet 585 Euro sowie jeweils 500 Euro Inka Wetterau, Therapeutisches Reiten Niederrhein, KinderEngel RheinMain, Sportstiftung Hessen und den Heimat- und Kulturverein Münchholzhausen für 1250 Jahre Münchholzhausen.
Hohe Auszeichnung für »Toni« Weicker
Erstellt von Toni | Zu finden unter News
(nal). Wohl selten zuvor gab es bei einer Ehrung so viel Applaus, bereits bevor die Auszeichnung übergeben wurde, wie bei der Verleihung des Hessischen Verdienstorden am Band durch Hessens Innen- und Sportminister Peter Beuth an Torsten »Toni« Weicker (Dutenhofen).

Der Gründungsvorsitzende des seit 2000 als Verein eingetragenen Space Party Crew against AIDS hat sich bereits seit 1990 engagiert und nach den Worten von Beuth schon viele Preise bekommen. »Normalerweise werden Orden und Ehrenzeichen immer in einem gediegenen Umfeld, in der Hessischen Staatskanzlei, in der Dienstvilla des Hessischen Ministerpräsidenten oder im kleinen Rahmen verliehen. Doch hier müssen wir es anders machen, das verdienstvolle Wirken dort würdigen, wo es herkommt«, leitete Beuth die hohe Ehrung für den 49-Jährigen Weicker für sein 23-jähriges ehrenamtliches Engagement ein. Dieser werde ausgezeichnet für sein Engagement in einem Bereich, für seinen unermüdlichen Kampf gegen die furchtbare Krankheit AIDS.
Dabei sprach Beuth auch das persönliche Schicksal des Geehrten an, der seinen Bruder Tom 2006 durch diese Krankheit verloren habe. Mit diesem habe er seit 1990 tolle Partys gefeiert und Veranstaltungen durchgeführt und sich in diesem caritativen Bereich engagiert und unfassbar vielen Menschen durch sein Engagement geholfen. Toni legte die Musik selbst auf, organisiert den Verein, der mittlerweile 221.086,42 Euro eingesammelt und für gute Zwecke eingesetzt hat.
»Ich bin nicht nur als Vorsitzender der Sportstiftung Hessen gerne zu dieser Veranstaltung gekommen, um diesen Orden zu übergeben. Toni hat es mit dem Sport geschafft, Veranstaltungen zu füllen, Menschen zu begeistern. Repräsentanten des Deutschen Sport, die 27 olympische Goldmedaillen repräsentieren, hier nach Münchholzhausen zu holen. Das ist eine herausragende Leistung.«
Bei der Entgegennahme der Ehrung räumte Weicker ein, dass er dies alles nie gemacht hätte, wenn nicht sein Bruder HIV bekommen hätte. »Es war eine gute Entscheidung und zwei Pflegebabys – das war auch eine gute Entscheidung wie auch die Wahl meiner Frau.« Und für Weickers Ehefrau Verena hatte Beuth Blumen mitgebracht.
01. Mai 2026 Tag der offenen Tür FFW Münchholzhausen
Erstellt von Toni | Zu finden unter Alte Meldungen
Danke an alle Helfer, Gäste und die Feuerwehr für den tollen 1. Mai in Münchholzhausen! ![]()
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Es war ein richtig schöner Tag mit euch – gute Stimmung, tolle Gespräche und ein gelungenes Fest.
Schön, dass so viele da waren und mit uns gefeiert haben! ![]()
#tagderarbeit#Münchholzhausen#Feuerwehr#Gemeinschaft#Dankbar

Danke von Herzen 💛
Eure Space Party Crew against AIDS e.V. Wetzlar
Die SPC hat 1000 Euro gewonnen! Danke
Erstellt von Toni | Zu finden unter Alte Meldungen
1000 Euro haben wir beim Förderwettbewerb
„Es weihnachtet sehr!“ der #vbmittelhessen gewonnen.
Wir freuen uns riesig! 🎉
Vielen Dank für dieses tolle Engagement. 💯❤️
Natürlich werden wir weiter fleißig an den
Förderwettbewerben teilnehmen. 😊
DANKE!❤️
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